Gewerbegebiet für die Errichtung eines Rechenzentrumscampus
Plangebietsgröße: 13,4 ha
Verfahrensstand: Satzungsbeschluss Dezember 2025
Am nordwestlichen Rand der Kernstadt Bad Vilbel soll auf einem bislang unbebauten, rund 13,4 Hektar großen Plangebiet ein moderner Rechenzentrumscampus entstehen. Der Standort befindet sich nördlich der Landesstraße L 3008, östlich der Bundesstraße B 3 und westlich der Bahnlinie Bad Vilbel–Friedberg.
Die Fläche ist Bestandteil des seit 2004 rechtskräftigen Bebauungsplans „Im Schleid“, der bislang eine kleinteiligere gewerbliche Entwicklung vorsah. Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung des Rechenzentrumscampus zu schaffen, wurde der Bebauungsplan im Rahmen der 5. Änderung für den betroffenen Teilbereich angepasst.
Ziel der Planung ist es, weiterhin gewerbliche Nutzungen zu ermöglichen und gleichzeitig die spezifischen Anforderungen eines Rechenzentrums zu berücksichtigen. Hierzu wurden insbesondere die überbaubaren Grundstücksflächen, das Maß der baulichen Nutzung, die zulässigen Gebäudehöhen sowie grünordnerische Festsetzungen überarbeitet. Neben den Rechenzentrumsgebäuden sind zugehörige Büroflächen, technische Anlagen, Notstromgeneratoren mit Schornsteinen sowie ein Umspannwerk zur Sicherstellung der Energieversorgung vorgesehen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der städtebaulichen und landschaftlichen Einbindung des Vorhabens. Die bestehenden Grundzüge des städtebaulichen Konzepts, insbesondere die durchgängige Grünverbindung sowie die zentrale Fuß- und Radwegeverbindung von und nach Dortelweil, bleiben erhalten. Ergänzende Eingrünungsmaßnahmen an den Rändern des Plangebiets sollen zur Ausbildung eines qualitätsvollen Ortsrandes und zur Einbindung in das Landschaftsbild beitragen.
Die Bebauungsplanänderung erfolgte als städtischer Angebotsbebauungsplan im zweistufigen Vollverfahren und ermöglicht verschiedene bauliche Varianten des geplanten Rechenzentrumscampus.